Entstehung / Geschichte:
Der Vorarlberger Leihomaservice, so wird diese Serviceeinrichtung in Vorarlberg genannt, wurde 1998 aus einer persönlichen Notsituation ins Leben gerufen um zu helfen. Diese Einrichtung vermittelt kostenlos interessierte Omas und Opas an Familien/alleinerziehende Mütter, etc, die stundenweise eine Beaufsichtigung ihrer Kinder benötigen. Das Ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt. Die Kinder sollen nicht nur irgendwo abgegeben werden, sondern von einer echten Bezugsperson betreut werden. Diese Einrichtung versteht sich nicht als Konkurrenz zu den örtlichen Babysitterdiensten, Betreuungs- und Spielgruppen und Tagesmüttern, sondern als Ergänzung.
Als Nebeneffekt soll diese Einrichtung aber auch als Bindeglied zwischen Jung und Alt verstanden werden. Ältere Personen sind für junge Eltern oft wertvolle Ansprechpartner wenn es um Kindererziehung geht, besonders dann, wenn die Großeltern im eigenen Umfeld fehlen, was heute ja öfters der Fall ist. Wenn sich daraus langfristige Kontakte zwischen jungen Familien und Senioren ergeben, ist das der Idealfall. Oft geht es den Eltern nicht darum, die Kinder versorgt zu wissen, sie suchen auch den sozialen Kontakt. Für die Kinder kann es eine wichtige Erfahrung sein, eine Oma oder Opa zu haben. Auf der anderen Seite suchen auch viele ältere Menschen eine Aufgabe und Kontakt zu Kindern - vor allem dann, wenn die eigenen Enkel weiter entfernt wohnen oder keine Betreuung mehr benötigen.
Wie finden wir Omas und Opas?
Interessierte Omas und Opas werden hauptsächlich durch entsprechende Werbung (Flyer, Inserate, Rundfunk- und Fernsehberichte, sowie die persönliche Ansprache) gefunden. Die Nachfrage ist nach wie vor größer als das Angebot, was zweifelsohne für diese Betreuungsform spricht.
Interessierte Personen werden auf Grund eines persönlichen Gespräches ausgewählt und spezifisch den anfragenden Familien zugewiesen. Es wird ausschließlich der Vermittlungsdienst angeboten (für Familienbund-Mitglieder kostenlos, Nichtmitglieder ersuchen wir, dem Vlbg. Familienbund als Mitglied beizutreten) Wenn der Erstkontakt hergestellt ist, ist die Tätigkeit der Vermittlung für das Erste beendet. Nach dem ersten stattgefundenen Meeting zwischen Oma/Opa, sowie der Familie wird darüber mit dem Vermittler ein Gespräch geführt. Sollte sich herausstellen, dass die beiden, Oma/Opa und die Familie nicht zueinander passen, wird ein neuer Kontakt hergestellt. Natürlich haben beide jederzeit die Möglichkeit, Wünsche bzw. Beschwerden bei der vermittelnden Person zu deponieren.